Und was sich zwischendurch so ergab…

21.12. Auf der Route 68 fahren wir wieder aus Valpo heraus, biegen dann aber auf kleine Straßen ab und halten uns in der Nähe der Küste südwärts. Wir kommen am größten Hotelpool der Welt vorbei – aber die Hotelanlage ist abgesperrt und so können wir nur bei der Anfahrt einen Blick auf die Anlage „San Alfonso del Mar“ erhaschen. Unser Tagesziel ist die Surferhochburg  Pichilemu. Dort genießen wir den Abend bei frischem Merluza (Seehecht) mit Blick auf den Pazifik. Am nächsten morgen dieser Blick aus unserem Bett:

22.12. Wir fahren weiter entlang am Pazifik auf Constitucion zu, irgendwann enden die Asphalt Straßen bei der Laguna Reloca, einem Vogelschutzgebiet. Wir fahren ca. 40 km mit vielen Umleitungen über z.T. extrem schlechte Schotterpisten. Ein Baustellentrupp will uns mit den Motorrädern auf keinen Fall den Berg hinauf passieren lassen… vielleicht auch besser so, trotz der Stollenbereifung sind einige Strecken mit der vollen Beladung kein Spass.  Einmal kommt ein schnell fahrender LKW Angelika gefährlich nahe – für Motorradfahrer bremst er nicht… Kurz vor Constitucion gibt es noch die Dünen von Putu zu bewundern, eine unbekannte und dennoch große Attraktion Chiles. Von der Straße sind die Dünen nicht erreichbar, so bleibt uns nur der Eindruck der Küste nördlich von Putu mit kleineren Dünen. Abends quartieren wir uns in der Nähe von Chillian, in einem etwas abgewohnten Motel ein, schlafen aber unerwartet gut.

23.12. In Chilian fahren wir zum Entel Shop, um unsere chilenische SIM aufzuladen. Das geht dort nicht direkt,  man schickt uns zum Aufladen des Guthabens in die Apotheke (ja… fanden wir auch komisch, bestimmt finden wir noch heraus,  warum man mit diesem Schmerz in die Apotheke muss), 200 m weiter hat uns dann der freundliche Mitarbeiter erklärt, wie wir unser  Guthaben in GB umsetzen können….

Was steht immer im Stern? Zitat: „Die Welt ist ein seltsamer Ort.“

Nach diesem Abenteuer besuchen wir die Wasserfälle Salto del Laja, die höchsten Chiles. Die sind zwar ganz nett anzusehen, aber leider fließt im Hochsommer doch recht wenig Wasser und ich glaube wir sind hier durch unsere Touren durch Norwegen und Island etwas verwöhnt.


Auf dem Parkplatz begegnen wir noch einem belgischen Harleyfahrer,  mit seinen Chilenischen Freunden, der 2010 ausgewandert ist. Nach einem netten Plausch fahren wir über die Autobahn Panamericana Sur weiter zu unserem Etappenziel Panguipulli. Wir hatten zwar ein Zimmer vorgebucht, finden aber nach Google Beschreibung die Unterkunft nicht – also dort angerufen und nach der Beschreibung fahren: nach dem Ende der Straße noch ein knapper Kilometer Schotter und dann rechts ab, den Hang über ausgewaschenem Grobschotter hinauf. Die Kuh driftet trotz Stolle ab – das Kalb war da zahmer. Dank der wohl etwas chaotischen Buchführung der Wirtin bekommen wir dann statt des Zimmers eine große Hütte, in der auch gut 4 Personen Platz haben, mit Blick auf den See und den Vulkan Lanin. Bei diesem traumhaften Blick schmeckten unsere Brote und das Chilenische Bier gleich viel besser.

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