Lago General Carrera und erster Grenzübertritt nach Argentinien

29.12.2017 – Um 11 Uhr entern wir die Fähre von Puerto Ibanéz und nach einer angenehmen 2-stündigen Fahrt über den See, treffen wir in Chile Chico ein.

Der General Carrera ist mit 2240 km² der größte See Chiles und nach dem Titicaca der zweitgrößte Südamerikas. Allein die Hauptader des Sees (ohne Nebenarme), erstreckt sich über eine Länge von 180km. Er liegt direkt auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Auf dem chilenischen Gebiet ist er von den südlichen Anden umgeben, am Westufer ist der Monte San Valentin, mit 4058m der höchste Andengipfel hier im Süden. Die unglaubliche blaugrüne Farbe des Sees begleitet uns noch ein Stück entlang der Uferstraße, die dann zum 6km entfernten Chilenischen- und Argentinischen Grenzübergang führt.

An beiden Grenzübergängen ist relativ wenig los, wir parken in beiden Fällen seitlich der Straße auf den vorgesehenen Parkplätzen und gehen mit all unseren Dokumenten, in die recht neuen Gebäude. Zuerst müssen wir uns an dem Ausreiseschalter ausweisen, die Chilenen stempeln für jeden von uns einen kleinen Papierzettel ab und auch in unseren Reisepässen wird die Ausreise dokumentiert. Am zweiten Schalter dauert das gesamte Prozedere für das Einführen unsere Motorräder nur unwesentlich länger, nach 2-3 Minuten Fahrt erreichen wir auch schon die Argentinische Station und das gleiche Vorgehen für die Einreise in Argentinien ist auch in 20 Minuten abgewickelt. Hier helfen uns die in Valparaiso sorgfältig vorbereiteten Zolldokumente, die jetzt einkassiert werden und bei den nächsten Grenzübertritten immer wieder ausgefüllt werden müssen.

Da wir für heute keine größere Strecke mehr fahren werden, genießen wir am frühen Nachmittag eine leckere Pizza in Los Antiguos, in einem schönen Lokal das von einer jungen Holländerin geführt wird. Wie gut das man uns bei der Bestellung darauf hinweist, das diese Pizzen „groß“ sind, zu zweit schaffen wir das Riesenteil kaum. …irgendwie ist in Argentinien immer alles groß, aber dazu irgendwann später mal mehr.

Los Antiguos ist wirklich ein hübscher Ort, alles sehr gepflegt, mit vielen kleine Einfamilienhäusern und einigen Restaurants und Cafés, die man in andern Orten eher suchen muss. Es gibt zahlreiche kleine Farmen, die von dem Anbau von Erdbeeren, Kirschen, Äpfeln, Aprikosen und Pfirsichen leben. Erdbeeren und Kirschen gibt es jetzt schon reichlich, da die Jahreszeit etwa Anfang Juni bei uns entspricht.

In dem nächsten Ort Perito Moreno (60 km Fahrstrecke und nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gletscher bei El Calafate) finden wir sofort das Hotel, in dem wir eigentlich anfragen wollten, aber gleich daneben das Hotel Kelman (klingt auch so schön Deutsch) sieht deutlich besser aus, ist preiswerter und hat hinterm Haus einen eigenen Parkplatz

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