Zollprozederre in Valparaiso

Nur zwei Blöcke hinter unserem Hotel haben wir uns am Mittwoch früh um 9 Uhr bei José Maria unserer Zollagentin von InTime eingefunden. Dort haben wir auch Christin und Hans aus St.Pölten kennengelernt, die bereits alle Angaben zu ihrer 1150R gemacht hatten, so das Maria sich gleich unserer Daten angenehmen konnte. Gemeinsam sind wir dann zum Zollamt gelaufen auch nur ein paar Blöcke entfernt. Nach unzähligen Stempeln auf allen Dokumenten, war Maria noch so nett, für uns ein Taxi zu organisieren, damit wir alle zusammen zu den Lagerhäusern raus fahren konnten, um unsere Motorräder abzuholen. Nach der zweiten Lagerhalle und dem vierten Blick unter riesige schwarze Planen, haben wir unsere beiden dann endlich entdeckt. Keinen einzigen Kratzer, aber mit dem Klebestyropor, mit dem alle Maschinen und Koffer im Container gesichtert werden, haben wir sicher noch eine Weile zu tun. Ein freundlicher Lagerarbeiter wollte uns für Rüdigers Verkleidung schon sein Cuttermesser anbieten… Jeder von uns musste nur einen Koffer öffnen und da es dort nur unsere alten Moppedstiefel, Helme, Handschuhe und ein wenig Equipment zu sehen gab, war auch das schnell erledigt. Nach dem die Batterien wieder angeschlossen waren, der langersehnte Knopfdruck… springen beide auf Anhieb an? Fast… die 1200er hatte erst etwas Zündschwierigkeiten, die 800er wollte gleich los 😉  – schnell noch im nächsten Bürocontainer weitere Dokumente in der x-ten Variante kopieren und mit weiteren Stempeln versehen lassen, dann konnte es los gehen. Die erste Tankstelle gleich unmittelbar vor dem Containergelände. Alles in allem hat der Zollvorgang etwa 4 Stunden gedauert, dann standen wir aber auch schon auf dem Parkdeck unseres Hotels.

Die glücklichen Hafenlogistiker:

Generalstreik in Buenos Aires

Die Folgen des Generalstreiks vom Montag in Buenos Aires (Tagesschau hat auch berichtet) haben wir dann am Flughafen noch zu spüren bekommen. Obwohl wir schon um 13:30Uhr für den Flug um 18:20 Uhr nach Santiago de Chile am Flughafen waren, haben wir auch jede Minute gebraucht, um einzuchecken und irgendwie durch die Sichheit zu kommen – um dann letztendlich noch 2 Stunden im Flieger zu sitzen und auf den Start zu warten. Einige Fluggesellschaften mussten noch ihre Gäste vom Vortag an ihre Zielorte bringen, die Lufthansa hatte eine zusätzliche Maschine geschickt, um die Passagiere vom Vortag zurück zu holen.
Unsere vorbestellte Taxifahrerin die uns von Santiago nach Valparaiso fahren sollte, hat gut 3,5 Stunden am Flughafen auf uns gewartet, aber da kam dann die südamerikanische gute Laune und Herzlichkeit durch und wir wurden erst einmal mit Küsschen links und Küsschen rechts begrüßt – ich glaube jeder Deutsche Taxifahrer wäre schon längst wieder nach Hause gefahren.  Um 2 Uhr waren wir dann endlich im Hotel.

Zwischen Oper und Tango

Gestern haben wir uns eine Führung durch das Teatro Colon gegönnt und sassen anschliessend tief bewegt im goßen Saal dieses wunderschönen Opernhauses. Bereits 1889 -1908 erbaut, ist hier eines der besten und schönsten Opernhäuser der Welt entstanden, alle großen Sängerinnen und Sänger, wie namenhafte Dirigenten sind hier in den letzten Jahrzehnten aufgetreten. Sollten wir je wiederkommen, werden wir versuchen Karten zu bekommen.

Vom Tango Argentino hatten wir uns mehr erwartet, es ist schwierig eine schöne Kneipe zu finden und sich den Klängen und Bewegungen des Tangos hinzugeben. Alles ist extrem auf den Massentourismus ausgelegt, entweder werden große Shows in diversen Theatern angeboten, oder man soll sich wie im Stadtteil La Boca mit den Protagonisten zu einem Foto zusammenstellen …natürlich für ein paar Peso. Da beides nicht so unsere Welt ist, habe wir am Abend bei den Klängen von Gardel im Hotelzimmer die Füsse hochgelegt. Carlos Gardel hat quasi in den den frühen 20er Jahren den Tango in Argentinien revolutioniert, auf YouTube sind einige seiner größten Lieder wie „mi noche triste“ oder „por una carbeza“ zu hören.

…so fürs Erste müssen wir uns von Argentinien verabschieden, heute Abend fliegen wir rüber nach Santiago de Chile um morgen unsere Motorräder abzuholen.

 

Der erste Sonnenbrand dieses Jahres

Heute haben wir uns mit dem www.buenosairesbus.com einen guten Überblick über die Stadt verschafft und uns leider auf dem oberen Deck des Doppeldeckerbusses den ersten Sonnenbrand des Jahres geholt. Ganz begeistert waren wir von Stadtteil La Boca. In dem ursprünglichen Arbeiterviertel gab es einst viele Konservenfabriken und Lagerhäuser, wo das für Argentinien lebenswichtige Rindfleisch verarbeitet wurde. Die Hafenbewohner nutzen die restliche Farbe mit der die Hafenkräne aufgemöbelt wurden, um die Wellblechwände ihrer Häuser zu verschönern – daraus entstand dann das heutige bunte Künstlerviertel, mit vielen Cafés und Kneipen, die teilweise ihre Tangoshows feilbieten.

Und hier der Kontrast:

…gut angekommen!

Gestern überraschte und am frühen Nachmittage die Lufthansa mit Streichung unseres Zubringerfluges nach Frankfurt. Mit etwas Glück bekamen wir die nächste Maschine eine Stunde später. In Frankfurt mußten wir dann innerhalb einer halben Stunde von einer Seite des Flughafens zur anderen Seite – im Dauerlauf haben wir es geschafft und kamen erst zur Ruhe, als wir schließlich im Flieger nach Buenos Aires (schöne Luft) saßen.

In Buenos Aires empfing uns der Sommer heute früh bei 30°C und auf dem Recoleta-Friedhof ein Gewitter, nach einer Zwangspause im Cafe haben wir dort dann das Grab von Eva Peron doch noch gefunden. Am Theatro Colon kamen wir dann einige Minuten zu spät an und konnten das Haus nur noch von außen besichtigen.  Na ja, wir haben noch 2 ½ Tage in Buenos Aires – in Hamburg ist es jetzt gleich Mitternacht, hier kurz vor Acht, aber der erste Tag und der Nachtflug haben uns geschafft….